Die Qual der esoterischen Wahl: Welche Partnerrückführung funktioniert wirklich?

Angebote zur Partnerrückführung gibt es heute in Masse: „Magie der Partnerrückführung“, „wirkungsvolle Voodoo-Rituale“, „Wiederversöhnung mit der Kraft der Engelsmagie“, „energetische Verbindung durch die Aktivierung des Chi“, „Merkur-Rituale zur Kontaktaufnahme“, „psychologische Steigerung der persönlichen Anziehungskraft“, „Hexen-Rituale, um ihn zurückzugewinnen“ und viele andere, namentlich hier nicht genannte Techniken und Praktiken nehmen gegenwärtig für sich in Anspruch, den Ex-Partner wieder zurückzuführen.

 

Doch der Ratsuchende von Heute, verwirrt aufgrund dieses irritierend bunten und vielfältigen Angebots, hat zunächst einmal die vielbesprochene Qual der Wahl: welche Art von Partnerrückführung funktioniert denn auch wirklich? Kann man sich da auf Hörensagen oder auf sogenannte Geheimtipps verlassen, oder gibt es, oberhalb des Zufalls, sichere Kriterien zur Erkennung der geeigneten Methode zum Erfolg?

 

Die erste Frage, die sich Neulingen oder auch Erfahrenen in der Kunst der Partnerrückführung stellt, ist die folgende: soll man selbst ein Ritual ausführen oder lieber jemanden dafür bezahlen, dass er es für einen tut, also eine Auftragsmagie durchführen lassen? Unsere esoterische Expertin Susa-Marie hat eine klare Meinung zu diesem Thema:

 

„Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“ an dieser Stelle. Es kommt ganz auf die Person an: wenn einer gern allein arbeitet, ist es am besten für ihn, ein Ritual selbst durchzuführen. Wenn einer aber innerlich unsicher ist und nicht richtig weiß, wie er seine Energien kanalisieren soll, dann ist es sicher am besten, wenn er ein Ritual in Auftrag gibt. Ein erfahrener Experte kann hier wie ein menschlicher Katalysator dienen, der es dem Ratsuchenden und Verlassenen ermöglicht, mit der eigenen Energie zu arbeiten, ohne dass er von seinen Emotionen überwältigt wird. In akuten Trennungssituationen ist das sehr wichtig, denn viele Menschen sind dann so ratlos, so verwirrt und auch so verletzlich, dass es ihnen zu schwer fällt, sich von ihren Gefühlen ein Stück weit zu distanzieren, um professionelle Ritualarbeit zu machen.

 

Besser ist es dann, wenn ein erfahrener Magier oder ein Energie-Experte die Aufgabe in die Hand nimmt und dem Betroffenen die Bürde abnimmt, sich nochmals mit den oft recht schmerzlichen Erinnerungen und Erfahrungen auseinanderzusetzen. In Extremfällen, wenn die Trennung echte seelische Traumata hinterlassen hat, würde ich auch raten, zuerst einmal mit Hilfe eines erfahrenen Coaches oder Psychologen zu eruieren, ob die Trennungssituation innerlich zu bewältigen ist, bevor der Gedanke an eine mögliche magische Partnerrückführung greift. Ich würde deshalb als eine Grundregel formulieren: fühlst du dich stark, spricht nichts dagegen, dass du ein Ritual zur Partnerrückführung in Eigenregie ausführst. Fühlst du dich jedoch schwach, massiv verletzt oder aufgewühlt, und fällt es dir schwer, dich zu konzentrieren, lass die Ritualarbeit lieber einen Fachmann machen.

 

Diese Unterscheidung ist wichtig, denn Konzentration ist bekanntlich alles in der Magie! Wer fühlt, dass er aufgrund seines Schmerzes zu unkonzentriert ist zum magischen Arbeiten, sollte besser nicht selbst an ein Ritual gehen, denn er könnte dann durch seine mangelnde Konzentration unerwünschte Ergebnisse herbeiführen und sich selbst sehr unglücklich machen. Denn was er aussendet, erhält er wie in einem Brennspiegel vervielfältigt zurück – umso wichtiger ist es, dass er in seiner eigenen goldenen Mitte ist schon vor dem eigentlichen Partner-Ritual.“

 

Ist die grundsätzliche Frage „selbst machen oder in Auftrag geben“ bei der Partnerrückführung erst einmal entschieden, stellt sich die nächste Herausforderung: welche Methode ist die beste? Auch hier weiß Susa-Marie genau Bescheid, warnt aber vor voreiligen Entschlüssen:

 

„Die Magie hat viele Wege und Praktiken – sie ist eine Kunst, eine echte Kunst, und so wie die Kunst sich auffächert in Disziplinen wie Malerei, Musik, Bildhauerei, Literatur und Architektur, so hat auch die Magie ihre eigenen Facetten, ihre Spezialgebiete, die einem eben liegen oder nicht. Daher sage ich nicht pauschal, Voodoo ist besser als vedische Magie oder ein Engelritual ist besser als eine Chi-Aktivierung, das wäre genauso unsinnig wie zu behaupten, Malerei sei besser als Musik. Es gibt hier keiner „besser“ oder „schlechter“, es gibt vielmehr Ausdrucksformen, die für die eine Person sehr gut geeignet sind, für die andere weniger, und die deshalb nicht vergleichbar sind. Man muss sich selbst sehr gut kennen, bevor man mit magischer Arbeit beginnt – deshalb stand doch am Apollo-Tempel von Delphi das berühmte Motto „Erkenne dich selbst!“, weil Selbsterkenntnis der erste Schritt zur gelingenden Magie ist. Also, ich würde jedem raten, der eine magische Praxis wie die Partnerrückführung entweder selbst machen, oder in Auftrag geben will, sich gründlich zu informieren über die Art des Rituals und auch bei sich selbst genau hinzuspüren, ob er mit dieser speziellen Art von Magie in Einklang steht. Die eigne Resonanz mit der Methode ist oft viel wichtiger als die Methode selbst.

 

Was nützt mir zum Beispiel ein berühmter Experte für Voodoo-Rituale, wenn mich innerlich rein gar nichts mit Afrika, den Spirits und der Kraft dieser Religion verbindet? In diesem Fall ist es doch sinnvoller, eine Art der Partnerrückführung zu wählen, die vielleicht unscheinbarer auftritt, aber mit dem eigenen Ich stärker in Resonanz steht, daher auch bessere Ergebnisse erwirken kann. Grundsätzlich würde ich sagen, ein Ritual aus dem eigenen Kulturkreis wirkt bei den meisten Menschen besser – nicht weil „unsere“ einheimischen Kräfte und Wesenheiten objektiv stärker wären, sondern weil es vielen Menschen subjektiv leichter fällt, sich energetisch darauf einzulassen, weil sie weniger Hürden im Kopf zu überwinden haben, als wenn sie sich in eine ganz fremde Kultur und ihre Bräuche hineindenken müssen. Auch dann, wenn man eine Partnerrückführung nicht selbst ausübt, sondern durchführen lässt, ist es wichtig zu berücksichtigen, dass man selbst mit den Praktiken in Einklang stehen sollte und es nichts gibt, was einen innerlich stört oder gegen die eigenen Grundsätze verstößt.

 

Auch gute Empfehlungen von Freunden, wer etwa ein magischer Experte wäre, sind da nicht sehr hilfreich, denn im Grunde entscheidet immer das eigene Herz, was einem wirklich nahe liegt und was nicht, und auch Freunde kennen einen oft nicht so gut wie man selbst. Wichtig ist auch, dass es nicht die Masse oder der Aufwand einer Partnerrückführung ist (und schon gar nicht der Preis – teuer heißt nicht „wirkungsvoller“), die zuletzt das ersehnte Wiedersehen herbeiführt, sondern vielmehr die Stärke der Konzentration, die man hierfür aufbringt oder aufbringen lässt.

 

Und wenn es ein einfaches Kerzenritual ist, das man bei sich zuhause ausführt, indem man die Engel um Hilfe bittet oder den Namen des Ex-Partners singt oder chantet, bis man in Trance versinkt – auch das kann eine überragende Wirkung haben. Sucht man sich einen Experten zur Ausführung einer Partnerrückführung, ist es wichtig zu sehen, ob er positive Rückmeldungen erhält – und auch, ob die „Chemie“ zwischen ihm und einem selbst stimmt. Denn Vertrauen ist eine unverzichtbare Bedingung, wenn man einem Fremden eine naturgemäß so persönliche und intime Angelegenheit wie eine Partnerrückführung überantwortet.“

 

Gibt es auch Fälle, in denen man keine Partnerrückführung durchführen sollte – egal welcher Art? Susa-Marie wird nachdenklich, wenn sie diese auf den ersten Blick einfache, doch in Wahrheit komplizierte Frage beantwortet:

„Nicht jede Beziehung kann gerettet werden, das ist ein Fakt, und deshalb ist die Partnerrückführung auch nicht immer angebracht. Manchmal ist es einfach besser, die Trennung zu akzeptieren und sein Leben neu auszurichten, als „koste es, was es wolle“, auf eine Wiederbegegnung hinzuarbeiten. Ein verantwortungsvoller Experte auf dem Gebiet der Partner-Magie wird sich die Beziehungsgeschichte ansehen, ein tiefes, klärendes Gespräch mit dem Klienten führen und im Zweifelsfall eben auch offen sagen, dass er wenig Chancen für einen Neubeginn sieht. Nicht, dass man mittels einer professionell durchgeführten Partnerrückführung nicht fast jede gebrochene oder getrennte Beziehung „reaktivieren“ könnte – die Frage ist hier vielmehr, macht es denn auch Sinn.

 

In Beziehungen, die eher einer zerbrochenen Vase gleichen und in der die Partner schon seit langem getrennte Wege gehen, wo die Liebe erloschen ist, wie man so schön sagt, oder wo gar ein verbaler oder emotionaler Missbrauch stattgefunden hat, ist eine Partnerrückführung einfach nicht sinnvoll, und ein guter Berater wird auch sagen, „Das kannst du zwar machen, oder ich kann es für dich machen, es wird dir aber nicht viel bringen, überlege es dir bitte.“ Manchmal ist die Partnerrückführung eben nicht die Methode der Wahl! Nicht, weil das Ritual als solches nicht kraftvoll wäre, denn das ist es fast immer, sondern vielmehr, weil auch das kraftvollste Ritual nicht dauerhaft zwei getrennte Menschen, die im Grunde nichts mehr verbindet oder die sich gegenseitig wehtun, miteinander vereinen kann und soll. Und das ist auch gut so.

 

Eine Partnerrückführung ist eben nur dann angebracht, wenn es hier zwei Menschen gibt, die noch Liebe füreinander empfinden und die grundsätzlich auch Beziehungsfähig sind. Denn Zusammenführen kann ein Ritual – Beziehungsfähigkeit per Knopfdruck vermitteln kann es nicht. Das ist eine menschliche Lernaufgabe. Und manchmal bedeutet die Lernaufgabe auch, loszulassen. Durch das Loslassen eines ungeeigneten Partners kann ein Mensch manchmal viel mehr lernen, und seelisch viel weiter wachsen, als durch das Festhalten an einer aussichtslosen oder gar missbräuchlichen Beziehung. Das sollte sich jeder gründlich überlegen, bevor er in problematischen Krisensituationen und Spezialfällen zur Partnerrückführung greifen will.“

 

Partnerrückführung leicht gemacht? Sie kann funktionieren, und sie tut es auch zuverlässig, wenn man sich von drei wichtigen Aspekten als Kompass leiten lässt: die Entscheidung „selbst machen oder in Auftrag geben“, die Wahl der richtigen Methode, und die grundsätzliche Entscheidung „loslassen oder festhalten?“…

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